Ungarn treibt Stopfleberkrise auf die Spitze

8. Oktober 2008

Gänse

Etikettenschwindel: Tierquälerei soll als Tierschutz verkauft werden / Betrug an deutschen Konsumenten

Das ungarische Landwirtschaftsministerium hat Verhandlungen mit der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN kurzerhand abgesagt. Bei dem Treffen hätten beide Seiten konkrete Vorschläge für eine Kennzeichnungspflicht und ein Ausstiegsszenario mit Verbot der Stopfleberproduktion diskutieren sollen. Das Ministerium preschte jedoch entgegen den Abmachungen vor und versuchte VIER PFOTEN mit einem Hals-über-Kopf-Gesetz, das angeblich bereits am 1.10.2008 in Kraft trat, unter Druck zu setzen. Der darin enthaltene Kennzeichnungstext stellt einen Widerspruch in sich dar, da er Fleisch von grausam zwangsgestopften Enten und Gänsen mit Tierschutz vermischt. „Es ist schon sehr merkwürdig, dass im ungarischen Tierschutzgesetz jegliche Zwangsernährung verboten ist, außer dort wo sie in Ungarn Profit bringt“, so Marcus Müller von VIER PFOTEN. „In 14 europäischen Ländern ist diese Tierquälerei längst gänzlich verboten.“…

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