Medaillenehrgeiz zu Lasten der Tiere
22. August 2008
Doping für den Reiterfolg
Nach vorliegenden Meldungen wurde beim Pferd des deutschen Springreiters Christian Ahlmann die verbotene Substanz „Capsaicin“ nachgewiesen. „Capsaicin“ ist ein Stoff, der schmerzlindernd wirkt. Der Deutsche Tierschutzbund hatte bereits vor den Olympischen Spielen vor der Überforderung der Tiere gewarnt. Auch wenn die so genannte B-Probe noch aussteht, wirft der Dopingfall erneut einen Schatten auf den Reitsport.
„Schon unter den üblichen Bedingungen werden die Reitpferde bis zum Äußersten, eben oft über natürliche Leistungsgrenzen hinweg, gefordert. Doping ist kein Kavaliersdelikt. Das beweist erneut, dass der menschliche Medaillenehrgeiz offenbar auf dem Rücken der Tiere ausgetragen wird. Die Reiterliche Vereinigung ist nun erneut gefordert, in den eigenen Reihen aufzuräumen“, kommentiert Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes, den Dopingvorfall…
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